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D-Stack setzt auf ODF und PDF/UA als Standards

aoe / 24. März 2026 / Lesezeit: 2 Minuten / Tags: Accessibility, LibreOffice

Bund und Länder haben am 18. März 2026 einen Fahrplan für den sogenannten Deutschland-Stack beschlossen. Es geht um die Vorgaben für die anstehende Verwaltungsdigitalisierung. Die Eckpunkte definieren neben den bevorzugten Plattformen auch geeignete Dateiformate. Hier werden das Open Document Format (ODF) und der barrierefreie PDF-Standard PDF/UA als technische Standards für die Umsetzung von semantischer Technologie genannt.

Vorteile dieser Formate sind die Unabhängigkeit von Software-Anbietern (Vermeidung von Vendor Lock-in) sowie einfachere Wege für die Wieder- und Weiterverwendung von Inhalten.

Open Document Format

Das Open Document Format ist ein internationaler, XML-basierter Open-Source-Standard für Büro-Anwendungen. Anders als DOC ist das Format herstellerunabhängig.

Anwendungen mit ODF-Unterstützung (Auswahl):

PDF/UA (Universal Accessibility)

Der Standard für barrierefreie PDF-Dokumente zeichnet sich durch eine stringente Struktur aus. Dies ermöglicht es zum Beispiel Screenreader-Softwares, Inhalte umfassend, navigierbar und in der richtigen Reihenfolge vorzulesen.

PDF/UA lässt sich einfach aus den aktuellen LibreOffice-Versionen exportieren, eine entsprechende Vorbereitung der Dokumenten-Struktur vorausgesetzt.

Eine geeignete Vorgehensweise ist in meinem Blogbeitrag Tipps für barrierefreie PDF-Dateien aus LibreOffice beschrieben.

Strukturansicht einer PDF/UA-Datei aus LibreOffice.

Deutschland-Stack

Einen Überblick zum Digitalisierungsvorhaben bietet die Seite deutschland-stack.gov.de. Es wird darauf hingewiesen, dass sich die Seite im Aufbau befindet und Änderungen möglich sind.

Zielrichtung

Zitat: Der Deutschland-Stack ist die nationale souveräne Technologie-Plattform für die Digitalvorhaben in Deutschland.

Im Kapitel Gesamtbild wird der Deutschland-Stack als „Fundament für das digitale Deutschland und setzt auf offene internationale Standards (Tech-Stack)“ bezeichnet. Hier werden unter der Überschrift „Semantische Technologien und Echtzeitanalytik“ unter anderem ODF und PDF/UA als Dokumentenformate genannt.

Fazit

Nicht-proprietäre Dateiformate machen (nicht nur) die öffentliche Verwaltung unabhängig von Vertrags- und technischen Änderungen kommerzieller Anbieter.

Strukturierte Daten machen Informationen leichter zugänglich. Das dürfte auch für KI-gestützte Auswertungen interessant sein.