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Adobe Illustrator 2026 Beta – Die »Drehscheibe« im Test

aoe / 10. November 2025 / Lesezeit: 2 Minuten / Tags: Kreativ-Software

Eine der interessantesten Funktionen vom neuen Illustrator ist noch in der Beta-Version versteckt: die Drehscheibe. Mit dieser Funktion lassen sich Vektorelemente horizontal und vertikal »im Raum« drehen. Für den Test habe ich eine absichtlich sehr simple Comiczeichnung eines Tigers als Ausgangsmaterial verwendet.

Eine einfache Vektorzeichnung eines Tigers. Der Screenshot zeigt das Kontextmenü in Illustrator 2026 Beta, das auch die Funktion »Drehscheibe« anbietet.

Der Klick auf die Schaltfläche »Drehscheibe« startet einen KI-gestützten Vorgang, in dem Adobe Firefly das Ausgangsmaterial analysiert und für eine Reihe von Drehungen unterschiedliche Varianten des Tigers errechnet.

Während der Berechnung blendet Illustrator einen Hinweis ein. Sollte das Material nicht für eine Verarbeitung geeignet sein, so wird auch dies angezeigt.

Bildschirmfoto eines Hinweises: Es werden mehrere Ansichten generiert und der Tipp, dass die Originalgrafik als Gruppe im Ebenenbedienfeld gespeichert wird.

Dafür, dass die Tigerzeichnung flächig und eher einfach gehalten ist, liefert Adobe Firefly beachtliche Ergebnisse.

Der Tiger von oben gesehen und seitlich gedreht.

Interessant ist, wie die drei Tigerstreifen auf der Stirn als Frisur umgedeutet werden.

Zweites Beispiel: Katze im Sprung

Mit der Vorlage einer dreidimensional wirkenden Katze funktioniert der Test noch besser. Die Katze wurde über Adobe Firefly generiert und die Vektoren von Hand bereinigt. Wichtig ist, dass nur sauber gruppierte Vektorelemente zu guten Ergebnissen führen.

Eine Katze im Sprung. Für den Test wurde das Bildmaterial seitlich gedreht.

Die gedrehte Katze wirkt in ihrer dreidimensionalen Gestalt auch nach der Drehung realistisch.

Nachteil einer KI-generierten Vorlage ist, dass Illustrator häufig zerfaserte Elemente erzeugt, was dann beim Drehen und Neigen zu unsauberen Rändern führen kann.

Über die Bedienleiste kann man übrigens alle 51 Ansichten auf die Arbeitsfläche platzieren (das sind 17 vertikale Drehungen mal 3 Ansichten; von oben, zentriert und unten).

Man kann alle 51 Ansichten auf der Arbeitsfläche platzieren.
Alle Drehungen in 51 Varianten.

Fazit

Die Beta liefert also bereits sehr ansehnliche Resultate. Bei der Adobe-MAX-Veranstaltung wurde in den »Sneaks« übrigens eine vergleichbare Funktion für Photoshop vorgestellt.